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By Klaus W. Lange

Der grOBte Prozentsatz der Stahlproduktion geschieht in sehr vie len L ndern nach dem Sauerstoffaufblasverfahren (vgl. Bild 1) 1). Bei ihm werden flUssiges Roheisen, Schrott und schlackenbildende Zuschl ge in einem oben offenen GefaB mit einem Uberschallsauer stoffstrahl beaufschlagt. Die Eisenbegleiter verbrennen und ver schlacken. Das auffallendste Kriterium ist die Schnelligkeit der Stahlherstellung: In etwa half h sind three hundred t Stahl fertig; von die ser Zeit betragt die reine Blaszeit etwa ein Drittel. Dementspre chend hoch ist das Erzeugungspotential. Urn Stahl mit reproduzierbarer und bester Qualitat so wirtschaft lich wie moglich herstellen zu konnen, ist ein Verstandnis der im Konverter ablaufenden Vorgange notwendig. Die Kinetik und die Me chanismen der Reaktionen im Konverter sind jedoch ziemlich kompli ziert. Die physikalischen Vorgange konnen grundsatzlich nicht von den chemischen Reaktionen getrennt werden, da sie sich gegenseitig beeinflussen und voneinander abhangen. Ein vollkorrmenes Verstand nis von dem, used to be im Konverter geschieht, ist derzeit noch nicht vorhanden. Nachstehend wird eine Abschatzung dessen versucht, used to be bis jetzt bekannt ist. Beobachtungen in und an Betriebskonvertern zeigen, daB die tatsachlichen Verhaltnisse erheblich komplizierter sind als Modelluntersuchungen gelegentlich glauben lassen. Daher wird in der Hauptsache auf Betriebsdaten zurUckgegriffen, soweit es sie gibt. Ergebnisse von Laboruntersuchungen werden nur gele gentlich angefUhrt und zwar dann, wenn mit ihnen besondere Punkte verdeutlicht werden konnen. 2. Strahl 2.

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Daher wurde in einem Werk zur Vermeidung von CaF 2 -Zusatzen der Mangangehalt im Roheisen von 0,5 auf 0,7 % erhoht, urn trotzdem gute Schlackebildungsbedingungen und eine ausreichende Entschwefelung beizubehalten 98 ) . Haufig liegen die Mangangehalte des Roheisens zwischen 0,6 und 1,2 %. Mangan wird gleichzeitig mit Silicium wahrend der ersten 25 % der Frischzeit von Roheisen mit niedrigem Phosphorgehalt oxidiert. Gegen Ende der Siliciumoxidation findet eine deutliche Manganreduktion statt; im letzten Viertel des Blasens sinkt der Mangangehalt im Bad jedoch wieder standig.

Obwohl ein caF~-zusatz die P-Verteilung zwischen Schlacke und Metall erh6ht 1 2,123, kann CaF 2 bei hochphosphorhaltigen Schmelzen nicht verwendet werden, wenn hoch-P 2 0 5 -haltige Schlacken gewUnscht werden 108 ). Bild 33 121 ) zeigt den EinfluB von FluBspatzugaben auf die Viskositat einer synthetischen Schlacke. CaF 2 wirkt in kleinen Mengen bei niedrigen Temperaturen recht gut, bei 1600 °c ist seine Wirkung zu vernachlassigen. - 36 FluBspatzugaben bei Blasbeginn reagieren mit Kalk unter Mischkristallbildung 37 ) oder gehen in den saueren Schlacken moglicherweise tiber die Bildung gasformigen SiF 4 verloren 119 ), wodurch deren Wirks~keit sinkt.

Die Temperatur des reagierenden Tropfens steigt: Die Temperatur eines Tropfens, dessen Kohlenstoffgehalt innerhalb von 1 bis 2 Minuten urn 2 % fallt, kann um 250 0 steigen 93 ). Die bisher erorterten Versuehsergebnisse lassen sieh zusammen mit weiteren Beobaehtungen 77 ,94) folgendermaBen zusammenfassen: Der Sauerstoffstrahl erzeugt beim Auftreffen eine groBe Menge Tropfen, die dureh die Impulsstromdiehte am Auftreffpunkt gesteuert werden kann. Der Sauerstoff im Strahl (freier oder in CO 2 oder Eisenoxiden gebundener) reagiert mit allen erreiehbaren Elementendes Bades einsehlieBlieh des Eisens.

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